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GESUNDHEIT

Die Augen als Spiegel der Gesundheit

Augenuntersuchung Die Augen sind nicht nur der Spiegel der Seele, sie sind in gewissem Maße auch ein Spiegel des Körpers. Denn sie verraten vieles über die Gesundheit eines Menschen - von einem durcheinander geratenen Stoffwechsel bis hin zu lebensbedrohlichen Krankheiten.




 

Das auffälligste Signal, dass etwas nicht in Ordnung ist, ist eine starke Gelbfärbung des Auges, die in späten Stadien verschiedener Lebererkrankungen auftritt. Dabei gehen überschüssige Gallenfarbstoffe aus dem Blut in verschiedene Körpergewebe über und verursachen eine Gelbsucht. Andere Veränderungen des Auges sind genauso aussagekräftig, aber nur durch eine augenärztliche Untersuchung feststellbar. Sie betreffen häufig die kleinen Blutgefäße in der Netzhaut, den so genannten Augenhintergrund.

Typische Veränderungen treten bei Diabetes, Bluthochdruckerkrankungen und bestimmten Nierenveränderungen auf. Die Gefäße des Auges bieten einen entscheidenden Vorteil: Sie sind ohne einen weiteren Eingriff bei einer einfachen Untersuchung sichtbar. Eine genaue Beobachtung des Augenhintergrundes mit einem Augenspiegel gehört daher zu jeder augenärztlichen Untersuchung.
Bei Diabetes können bereits in einem sehr frühen Stadium Aussackungen und kleine Blutungen an den feinen Gefäßen der Netzhaut beobachtet werden. Auch eine plötzliche Veränderung der Sehfähigkeit könnte ein Hinweis auf eine bislang unentdeckte Zuckerkrankheit sein. Bluthochdruck spiegelt sich ebenfalls im Auge, gewissermaßen zeigen sich hier Schäden anderer Organe des Körpers als Erstes wider: Die Arterien sind verengt und es treten auch hier typische Blutungen auf. Auch bei Nierenpatienten veränderb akute Phasen bestimmter Erkrankungen die Blutgefäße am Augenhintergrund, die dann typische Verformungen zeigen. Manchmal können sogar Krebserkrankungen bei einer Augenspiegelung entdeckt werden. So bilden sich beispielsweise bei dem gefürchteten schwarzen Hautkrebs die ersten Metastasen häufig am Augenhintergrund. Das Auge fungiert dabei quasi als "Sammelbecken für Tochtergeschwüre".
Doch nicht nur der Augenhintergrund spiegelt körperliche Probleme wider. Störungen im Fettstoffwechsel zeigen sich laut Wissenschaft in der Hornhaut, in der sich bei zu hohen Blutfettwerten Ablagerungen bilden. Auch ein zu trockenes Auge könnte ein Alarmsignal sein: Einige rheumatische Erkrankungen befallen die Tränendrüsen und zerstören sie mit der Zeit. Bei Vitamin-A-Mangel ist die Befeuchtung des Auges ebenfalls vermindert, weil zu wenig vom fettigen Anteil der Tränenflüssigkeit gebildet wird. Weitere Ursachen für ein trockenes Auge: Hormonelle Störungen oder eine Schilddrüsenüberfunktion.
Augenoptiker und Augenärzte empfehlen, einmal im Jahr und bei irgendwelchen Auffälligkeiten am Auge - Rötungen, Veränderungen der Sehkraft, Druckgefühl, Schmerzen, Verfärbungen - sofort den Optiker oder Augenarzt aufzusuchen. Für Risikopatienten gelten deutlich kürzere Abstände. Für diese "Patientengruppen" ist eine regelmäßige Augenuntersuchung absolut unverzichtbar.


 

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